Die S.Y. Scorpio ist eine Segelyacht des Typs "Skipper 53" und wurde 1992 in England hergestellt.
Sie wurde speziell für den Charterbereich gebaut und ist durch ihren modernen Grundriss ein sehr schnelles Segelschiff. Der großzügige Innenausbau vermittelt durch viel Platz und Luxus ein gemütliches Ambiente. In jeder Kabine befindet sich eine eigene Naßzelle mit WC und Dusche. Die S.Y. Scorpio ist eine der wenigen Segelyachten, die alle 2 Jahre von den Sachverständigen des "Hellenic Register of Shipping" abgenommen wird. Damit hat die "Scorpio" für weltweite Fahrt sowie auch für die Sicherheit die höchste Qualifikation.
1. Tag:
Ankunft St.Lucia Hewanorra International Airport, im Süden der Insel. Fahrt mit dem Taxi zur Rodney Bay, in der wir im Café "Tres Amigos" auf euch warten. An Bord gibt es zur Begrüßung und zum Kennenlernen einen Sundowner.
Falls nötig bunkern von Diesel und Wasser. Den Proviant haben wir i.d.R. schon geladen. Ausführliche Sicherheitseinweisung und Erklärung der wichtigsten Instrumente und Einrichtungen an Bord. Zum Eingewöhnen ein kurzer Schlag über acht SM (etwa 1,5,Std.) zur bekannten und wunderschönen Marigot Bay, wo "Dr. Doolittle" verfilmt wurde. Nach dem Ankermanöver bereiten wir das Abendbrot zu oder unternehmen einen Landgang mit anschliessendem Dinner in einem der umliegenden Restaurants.
Vorbei an den Pythons , dem Wahrzeichen von St. Lucia, segeln wir früh morgens einen Langschlag zur wunderschönen Cumberland Bay St.Vincent (ca. 46SM = 7-8 Std.). Hier begrüßen uns die einheimischen Händler, die längsseits bei uns festmachen: Von Joseph kaufen wir einige Red Snapper für das Abendbrot und mit "Rambo" verhandeln wir über die Preise für Kokosnuss, Mango, Papaya und Passionsfrucht. Wenn wir möchten, grillen wir mit den Locals am Strand ein paar Hühnerbeine und versuchen mit aller Mühe ihrem englischen Dialekt zu folgen.
Wer Lust hat, wandert nach dem morgendlichen Bad im glasklaren Wasser (ca. 25 Grad) durch Palmenhaine zu dem kleinen Dorf Cumberland. Mittags geht es dann weiter in die Admirality Bay/Bequia, dem Seglertreffpunkt in der Karibik: Exotische Cocktails unter Palmen in der berühmten Frangipani-Bar oder heisse Rhythmen von der "String Band" im Restaurant "Gingerbread" erwarten uns dort.
Rundgang durch Port Elisabeth/Bequia, aufstocken der Vorräte auf dem Inselmarkt und stöbern in "Lulleys Tackle-Shop", wo es die besten Angelköder gibt. Erkunden der Insel mit dem Fahrrad oder einem Leihwagen. Mittags geht es weiter in die traumhafte Welt der Greandinen: kleine und kleinste Eilande mit feinsandigen Palmenstränden und Riffen, die zum Schnorcheln und Baden einladen.
Lockere, kurze Schläge in den Grenadinen und Baccardiwerbung pur: Sonne, Baden und Schnorcheln (Ausrüstungen vorhanden) satt. Von Canouan geht es zu den unbewohnten Inseln der Tobago Cays und zum Horseshoe Reef, wo tausende kleiner Riff -Fische auf uns warten. Auf Mayreau zeigen wir euch die schönste Ankerbucht der Karibik und einen Berg mit atemberaubendem Blick auf die umliegende Inselwelt. Vorbei an einem 2OOqm großen einsamen "Sandhaufen" im türkisfarbenen Wasser geht es nach Petit St.Vincent: Cocktailschlürfen im mondänen Inselhotel, das zu den "Top-one-hundred"der Welt gehört. Wer es weniger luxuriös mag, unternimmt einfach einen ausgiebigen Spaziergang am feinsandigen Strand von PSV. Auf Union Island schauen wir uns Ammenhaie in einem Meerwasserpool an und besuchen das "Lambi's", wo uns eine Steelband so richtig in Schwung bringt. Auf Carriacou decken wir uns mit zollfreien Waren ein. Irgendwann zwischendurch werden wir natürlich das obligatorische Lobsterdinner veranstalten.
Von Carriacou machen wir uns auf den Weg nach St. George's, der malerischen Haupstadt Grenadas.
Mit Neddy machen wir eine Rundfahrt über die Gewürzinsel: Der kundige Taxifahrer wird uns den Bananenbau erklären, die vielfältigen Pflanzen wie z.B. Kakao, Papaya, Mango, Passionsfrucht und Ananas zeigen und uns zu einer Muskatfabrik bringen, wo wir die Verarbeitung der Gewürznuss beobachten können. Wir werden den Regenwald erleben und einen Vulkansee sehen. Nach einem kurzen Fußmarsch lädt uns ein malerischer Wasserfall zu einer erfrischenden Dusche ein.
Da die Heimflüge normalerweise am Nachmittag starten, bleibt noch ausreichend Zeit für den Bummel durch St.Geoge.
DIE BRITISH VIRGIN ISLANDS
Die British Virgin Islands sind wie eine Offenbarung: soweit das Auge reicht, kleine, größere und winzige Inseln, dazwischen breitet sich das in allen erdenklichen Blau- und Grünschattierungen schimmernde Meer aus. Es ist von den weissen Federstrichen der Kielwasser durchzogen, die sich hinter der Yachten ausbreiten. schon Kolumbus muß die immense Anzahl der Inseln beeindruckt haben, denn er benannte die Gruppe nach den elftausend Jungfrauen, die die Gefolgschaft der Heiligen Ursula bildeten.
Sie sind ruhig und gelassen, "Laid Back"(ganz entspannt) ist die Grundeinstellung der Inselbewohner. Weder in Roadtown, der Hauptstadt von Tortola, noch in irgendeiner der kleinen Siedlungen kommt jeweils Hektik, Eile oder Nervosität auf Unter den Einheimischen, Untertanen der britischen Krone, hat sich viel von der Lebensart der Mutterlandes gehalten, die sich im subtropischen Klima von ihrer besten Seite zeigt.
Die Inseln liegen in zwei lnselketten nördlich und südlich des Sir Francis Drake Channel.
Die Gewässer zwischen ihnen gehören zu den besten Segelrevieren der Welt.
Auf Tortola- der spanische Name ,,Turteltaube" erhellen erste Sonnenstrahlen die grünen Hänge des Mount
Sage bis weit hinunter zu den einsamen palmengesäumten Sandstränden. Während die erste Fähre am
Morgen ablegt, ist auch schon das erste Segelschiff am Horizont zu erblicken. Die Händler beginnen ihre
Ware vor den Läden auszulegen: Gewürze, Rum und handgearbeiteter Schmuck von den Karibischen
Inseln.
Sanft werden die Gäste auf Tortola von der Morgensonne geweckt, ein schöner Tag liegt vor ihnen:
Schnorcheln an versteckten Stränden, Tauchen oder Segeln in den blauen Fluten der Karibik. Tortola, größte der British Virgin Islands, ist das Zentrum der Inselkette.
Das Leben auf Virgin Gorda, (von Kulumbus so benannt, zu deutsch"Mollige Jungfrau") ist gemütlich. Savannah Bay, Handsome Bay oder Big Trunte bay laden die Sonnenanbeter zum Verweilen ein. Für den, der keine Lust verspürt, den Tag am Strand zu verbringen, gibt es viele spannende Abwechslungen, er kann sich in The Baths tummeln, wo gigantische Findlinge - wie von einem verspielten Riesen zurechtgelegt- unzählige Felsenbäder, versteckte Strände und Wege gebildet haben. Oder er kann die Cooper Mine besuchen, mit faszinierendem Blick über den atlantischen Ozean.
Mit über 13km Länge ist Virgin Gorda die drittgrößte Insel der Gruppe. Vom Groda Peak fallen steile Hänge bis ganz tief zum türkisfarbenen Wasser hinab.
Anegada (spanisch für "Versunkene Insel"): Schöner kann man den Tag gar nicht ausklingen lassen, als mit einem rumhaltigen Drink an der Anegadas Südküste, besonders nach einem der berühmten Hummeressen:
Unter Kennern gilt der Hummer auf Anegada als der Beste in der gesamten Karibik.
Die untergehende Sonne, wie sie in der Brandung hinter dem Riff verschwindet, ist ein unvergeßlicher Anblick. Die vor ewigen Zeiten hier am heimtückischen Riff gekenterten und gesunkenen Schiffe sind heute ein Erlebnis besonderer Art für Taucher und Schnorchler. Hier sind unzählige exotische Fisch- und Pflanzenarten zu Hause. Die Korallenstrände der Insel, sind mit die schönsten der Karibik, sie sind so einsam, dass sie oft nur ihren eigenen Fußspuren begegnen. Trotzdem, es gibt immer irgendwo eine Strandbar mit schattigem Plätzchen, wo Sie sich bei einem kühlen Drink entspannen können.
Auf Peter Island(benannt nach dem Heiligen Petrus) befindet sich das luxuriöse Peter Islan Rewsort und der Yachtclub. Umsäumt von der Deadinan's Bay mit seinem schönen Sandstrand und den traumhaften Kokospalmen kann man immer wieder eine große Anzahl von Schildkröten beobachten, die hier auftauchen und sich wohlig in den Wellen sonnen.
Von hier aus kann man das Schiffswrack der im Jahre 1862 gesunkenen "R.M.S.Rhone" erkunden, eine der spektakulärsten Unterwassersehenswürdigkeiten der Karibik. Die 103 m lange "R.M.S.Rhone" diente als
Filmkulisse für den Kinofilm "The Deep" und gelangte hierdurch zu Weltruhm. Ein unvergessenes Erlebnis verspricht ebenso ein Besuch der Dead Chest Island, wo der legendäre Pirat Blackbeard fünfzehn Männer aussetzte. Alles, was er ihnen damals ließ, waren ihre Seekisten und eine Flasche Rum.
Jost van Dyke ( seinen Namen hat die Insel dem legendären holländischen Piraten zu verdanken). Hier gibt es nichts, was die absolute Stille der Nacht stören könnte - außer vielleicht gelegentlich die fröhlichen Partys im "Foxy's". Die Insel hat eine abwechslungsreiche Vergangenheit, hier lebten Indianer, Kariben, Holländer und Afrikaner. Ruinen von ehemaligen Zuckermühlen sind auf alten Wegen zu erreichen. Im Herbst und Winter sind Wale und Delphine zu beobachten. Eine Attraktion besonderer Art: Am East End hat die schimmernde See einen natürlichen whirl-pool geschaffen, der Schwimmen und Schnorcheln zu einem einzigartigen Erlebnis werden läßt.
Na, haben Sie Lust auf die Karibik bekommen? Wir würden uns freuen, Sie an Bord der Scorpio begrüßen zu dürfen!
Hier noch einige wichtige Informationen über Reisen in die Karibik:
Exotische Rhythmen, üppige Vegetation, palmengesäumte Sandstrände, warmes, klares Meerwasser und ausgedehnte Korallenriffe das Klischee vom karibischen Paradies lebt.
Doch die Karibik hat mehr zu bieten:
Die Karibischen Inseln erstrecken sich in einem weit geschwungenen Bogen von knapp 4000 km Länge zwischen der nordamerikanischen Halbinsel Florida (USA) und der Nordostküste des südamerikanischen Staates Venezuela.
Sie sind von sehr unterschiedlicher Größe und erreichen mit insgesamt rund 234.000 qkm Inselfläche nicht einmal die Größe der alten Bundesrepublik Deutschland.
Die Karibik ist in Inselgruppen unterteilt: die Bahamas: die Kleinen Antillen; die Großen Antillen mit Kuba, Hispanola (Haiti, Dominikanische Republik), Puerto Rico und den Cayman Islands.
Die Kleinen Antillen sind wiederum in die Inseln über dem Wind (dem östlichen Bogen) und den Inseln unter dem Wind (südlicher Bogen) vor der Küste Venezuelas unterteilt.
Das Meer
Der Inselbogen trennt das Karibische Meer vom Atlantischen Ozean; tiefster Punkt ist der Puerto Rico-Graben mit 9.540 Metern.
Vulkanismus
Vulkanischen Ursprungs ist das Gebirge der Inseln über dem Winde.
Der zweitgrößte Kratersee der Welt befindet sich auf Dominica.
Berge
Die höchste Erhebung auf den Karibischen Inseln ist der Pico Duarte auf Dominicana mit stolzen 3.175 Metern.
Klima
Trotz dauerblauem Himmel und fehlenden Jahreszeiten bieten die Inseln eine erstaunliche Wettervielfalt: vom staubigen Wüstenwind bis zum dampfenden Urwald.
Selbst auf ein und derselben Insel können unterschiedlichste Kleinklimata herrschen.
So kann beispielsweise auf Jamaika die Temperatur in den Bergen bis auf 7 Grad Celsius fallen, während man sich am Strand genüßlich sonnt.
Jahreszeiten
Wie generell in den Tropen, gibt es auf den Karibischen Inseln keine Jahreszeiten mit unterschiedlichen Temperaturen.
So beträgt die Temperaturdifferenz zwischen dem wärmsten und dem kältesten Monat auf den Inseln unter dem Winde meist weniger als 3 Grad Celsius.
Eine typische Regenzeit gibt es auch nicht.
Wenn man in er Karibik von "liquide sunshine" spricht, meint man den kurzen, erfrischenden Regen, der vereinzelt auf den Inseln fällt.
Hochsaison ist in der Karibik von Mitte Dezember bis Mitte April. Ansonsten ist das ganze Jahr Saison.
Lufttemperatur
Mit Ausnahme der Bahamas liegen alle Inseln in den Tropen.
Diese Lage führt ganzjährig zu hohen Temperaturen: Überall auch auf den Bahamas - beträgt die mittlere Jahrestemperatur etwa 25 Grad Celsius oder etwas darüber.
Temperaturextreme treten nicht auf.
Wassertemperatur
Die Karibischen Inseln werden ganzjährig von warmem Wasser umspült.
So beträgt die durchschnittliche Wassertemperatur ca. 27 Grad Celsius.
Niederschlag
Kaum vergleichbar mit außertropischen Gebieten ist die Intensität der Niederschläge. Sie gehen häufig als starke Platzregen oder flirrende Sprühregen nieder.
Nach solchen Güssen scheint bald wieder die Sonne, auch in der sogenannten Regenzeit! Fort de France auf Martinique beispielsweise hat bei 1.540 mm Jahresniederschlag im Jahresmittel 2.757 Stunden Sonnenschein (zum Vergleich Stuttgart: 687 mm Niederschlag bei nur 1.814 Stunden Sonnenschein).
Sonnenschein
Auf den Karibischen Inseln geht das ganze Jahr hindurch die Sonne etwa um sechs Uhr auf und um 18 Uhr unter.
Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sowie die Dämmerung sind im Vergleich zu den gemäßigten Breiten sehr kurz.
Reisezeit
Für uns Europäer ist das Klima der Karibik sehr angenehm.
Das gilt vor allem für die winterliche Trockenzeit.
Aber auch während der sommerlichen Regenzeit wird die hohe Luftfeuchtigkeit und die daraus resultierende Schwüle zumindest in Küstennähe bei der meist herrschenden Luftbewegung nicht zu drückend empfunden.
Auf den gebirgigen Inseln herrscht im luvwärtigen Bereich ein ständiger Wechsel zwischen Landwind und Seewind.
Täglich, beinahe immer zur gleichen Stunde, wird vormittags der seewärts wehende Landwind von dem landwärts wehenden Seewind abgelöst.
Kleidung
In der Regel genügt leichte Kleidung.
Zum Abendessen trägt man aber auch gerne etwas Elegantes.
Die Insulaner bevorzugen meist legere Kleidung, achten aber sehr auf Stil und Geschmack. Nacktheit wird als moralischer Affront betrachtet und ist nur an FKK-Stränden erlaubt.
Flora
Die Pflanzenwelt der Karibik ist eine tropische. Was jedoch nicht heißt, das Erscheinungsbild der Inseln sei durchgehend von immergrünen Regenwäldern beherrscht.
Details über die feuchten und dürren Inseln erfahren Sie auf den Homepages der einzelnen Länder unter der Rubrik Klima & Kleidung.
Feucht- und Trockenwälder
Wo periodische Trockenzeiten auftreten, weicht der Urwald sogenannten Feucht- und Trockenwäldern, deren Bäume sich während er Trockenzeit auch entlauben.
Die trockensten Areale der Antillen überzieht ein lockeres Buschgehölz, dem neben Dornsträuchern auch Agaven, stachelige Opuntien und Kakteen eine eigentümliche Note verleihen.
Diese Trockenvegetation kommt auf den Großen Antillen nur in extremen Leelagen (windfreie Lagen) vor, auf den Inseln unter dem Winde aber prägt sie überall das Landschaftsbild.
Regenwald
Die tiefer gelegenen Gebiete, insbesondere der Großen Antillen, wie auch die Luvseiten der Gebirge überzieht der immergrüne Dschungel.
Dieser bildet mit seinem Artenreichtum und dem vielschichtigen Aufbau die üppigste Pflanzenformation der Erde.
Durch die während des ganzen Jahres anhaltende Vegetationsperiode werfen selbst Bäume der gleichen Art ihr Laub zu verschiedenen Zeiten ab, was den Wald stets grün erscheinen läßt.
Die Bäume recken sich dem Licht entgegen und erreichen in mehreren Stufungen bis zu 40 m Höhe, wobei die weit ausladenden Kronen kaum Licht zum Boden hinab lassen.
Nutzpflanzen
Jahrhunderte währende Kulturmaßnahmen haben das natürliche Pflanzenkleid der Karibischen Inseln weitgehend verändert und zurückgedrängt.
Die typische Vegetation ist heute nur noch gelegentlich anzutreffen.
Neben den einheimischen haben sich auch viele fremde Nutzpflanzen durchgesetzt.
Am bekanntesten dürfte das Zuckerrohr sein, das seit dem 16. Jahrhundert überall auf den Antillen angebaut wird.
Zu Rohrzucker raffiniert oder zu Rum gebrannt, stellt das Zuckerrohr eines der wichtigsten Wirtschaftsgüter der Karibik dar.
Sehr bedeutend ist auch der Anbau von Tabak sowie von Kakao.
Mit den Eroberern kamen Kaffee, Bananen, Zitrusfrüchte, Kokosnüsse und sogar Reis in die Neue Welt.
Aus Asien stammen die Gewürzpflanzen Ingwer und Muskatnuß, die ebenso wie der einheimische Nelkenpfeffer kultiviert werden.
Fruchtpflanzen
An typischen Fruchtpflanzen sind die in Mittelamerika beheimatete Avocado, der Mangobaum mit seinen feinen saftigen Früchten, die Baummelone Papaya sowie der Akeebaum zu nennen.
Der Akeebaum wurde im 19. Jahrhundert angesiedelt.
Seine Brotfrucht war als billiges Nahrungsmittel für Sklaven gedacht.
Tierwelt
Die Tierwelt der Karibik ist so vielfältig wie das Land selbst.
Reptilien und Amphibien sind häufig anzutreffen.
Bestes Beispiel ist der Kaiman, dem die Cayman-Inseln ihren Namen verdanken und der auch über dem Wappen von Jamaika steht.
Die Vogelwelt der Karibischen Inseln ist besonders auffallend bunt und artenreich.
Kolibris und Papageien gehören zu den populärsten Vertretern.
Stattlich ist zudem die Zahl der Wasservögel, u. a. der Braunpelikane und der Flamingos, deren massenhaftem Auftreten die niederländische Insel Bonaire den Beinamen "Flamingo Island" verdankt.
Korallen
Im Gegensatz zur Landfauna ist die Meeresfauna der Karibik so bunt und vielfältig, daß dieses Gebiet wohl zu Recht als Paradies der Unterwasserfotografen gilt. Zunehmende Gewässerverschmutzung, Überfischung und uneinsichtige Gerätetaucher gefährden dieses Paradies jedoch in zunehmendem Maße.
Den Meeresboden bedecken Wälder von abenteuerlich geformten Korallen.
Diese massenhaft in tropischen Meeren auftretenden Hohltierchen haben die Landschaft des Meeresbodens entscheidend geprägt und zudem mehrere Atolle im Karibischen Meer aufgebaut.
Salzwasserfische
Mit ihrem verzweigten Astwerk bieten die Korallen den vielen, meist farbenprächtigen und auch bizarr geformten Fischen wirksam Schutz vor Feinden.
Typisch für diese tropische Meereswelt sind der bunte Papageienfisch, der farbenfrohe Schmetterlingsfisch und der Engelsfisch, der eigenartige Igelfisch sowie etliche Arten Fliegender Fische.
Meeressäuger
Unter den Meeressäugern sind insbesondere Delphine und Tümmler anzutreffen, in den flachen Küstenzonen und Brackgewässern vereinzelt die Seekuh, die dort Algen und Seetang abweidet.
Sonstige Meeresbewohner
Stark vom Menschen verfolgt und dezimiert sind die Wasserschildkröten.
Langusten und andere Krebstiere erreichen in den stets gut temperierten Gewässern ansehnliche Ausmaße.
Haarsterne, Seeigel und Seesterne sind überall zu finden.
Menschen
"Bonbini!" - so grüßt man auf Aruba und bekommt ein eher germanisch klingendes "Danki!" als Antwort.
Das Papiamento, die Umgangssprache der Niederländischen Antillen mit ihren spanischen, portugiesischen, afrikanischen, indianischen, indischen, holländischen, englischen und französischen Beimischungen ist ein aufregendes Sprachallerlei.
Auf den anderen Inseln hört man ähnlich komplizierte Zungenschläge.
In Klassenzimmern und Amtsstuben sind indessen nach wie vor die Kolonialsprachen gebräuchlich.
Bevölkerung
Auffällig ist der rassisch-ethnische Pluralismus jeder einzelnen Karibikinsel.
Es gibt aber auch inselspezifische Besonderheiten, die aus der früheren Zugehörigkeit zum spanischen, französischen, britischen oder niederländischen Kolonialbesitz resultieren.
Beide Erscheinungen sind unmittelbare Auswirkungen der politischen Geschichte und der Wirtschaftsentwicklung.
Die Bevölkerung der Karibischen Inseln stammt nahezu vollständig von Zuwanderern ab. Gemeinsam ist allen Karibischen Inseln, daß es fast keine Reste der indianischen Urbevölkerung, den Arawak (Arauak), mehr gibt. Allerdings trifft man gelegentlich auf Weiße, deren Gesichtszüge indianische Merkmale erkennen lassen oder auf sogenannte 'Black Caribs', die aus der Mischung von Kariben und Schwarzen hervorgegangen sind.
Während der Kolonialzeit sind Europäer verschiedener Nationalität und Sprache entweder direkt aus der Heimat oder aus den nordamerikanischen Kolonien zugewandert. Zwangsweise wurden Hunderttausende von Schwarzen durch die Kolonialmächte aus Afrika auf die Karibischen Inseln verpflanzt.
Als die Sklaverei aufgehoben war, holten Briten und Franzosen dann Inder als Vertragsarbeiter für die karibischen Zuckerplantagen.
Chinesen und Libanesen sind die kleinsten Gruppen von Zuwanderern.
Na, haben Sie Lust bekommen, "the real thing" zu erleben?